18.12.2008, Donnerstag
Die Reise startet wir immer am Bahnhof Wilhelmshöhe
Mit dem ICE fahren wir nach Frankfurt Flughafen
Hoch über den Wolken, gleich geht die Sonne unter
Einmal über den Atlantik

Unser Urlaub startet am Bahnhof Wilhelmshöhe. Wir fahren mit dem ICE von Kassel nach Frankfurt zum Flughafen. Dort kommen wir um 0:15 Uhr an. Der „Checkin-Schalter“ von Condor befindet sich im Terminal I. Am Schalter herrscht gähnende Leere. Nach 5 Minuten sind unsere Koffer auf dem Weg in die Unterwelten des Flughafens. Wir starten schon mit zuviel Gewicht, unsere Koffer wiegen zusammen schon 44 kg. Wir haben noch eine Menge Zeit, also fahren wir mit der Skyline-Bahn zum Terminal II und essen eine Kleini gkeit bei Mc Donald's. Wie eigentlich jedes Jahr, wer weiß was es die nächsten 3 Wochen zu essen gibt.

Unser Flug nach San Jose startet um 04:10 Uhr. Unsere Passagiermaschine ist das erste Flugzeug, was am Morgen in Frankfurt startet. Bei unserem Flug mit der Condor handelt es sich um einen Charterflug. Unsere Boing 700-300 hat natürlich nicht den Komfort wie man dies von einem Linienflug gewöhnt ist. Der Sitzabstand ist ziemlich eng. Auch das Entertainment-Programm lässt zu wünschen übrig. Es gibt nur alle paar Reihen einen Fernseher über der Mittelreihe. Im Angebot gibt es auch nur drei deutsche Filme und gar keine Spiele. Aber das Essen war lecker. Es gibt Salat mit Schafskäse, Hühnchen mit Pasta, Laugenstange mit Cambert und als Nachtisch Heidelbeertörtchen.

Auf unserem Flug nach Costa Rica machen wir eine Zwischenlandung in Santa Domingo in der Dominikanischen Republik. Hier landen wir nach ca. 10 Stunden Flug um 09:30 Uhr morgens bei 23°C. Der Pilot legt eine gute Landung hin. Nur mit dem Einparken auf seiner Parkposition klappt nicht auf Anhieb. Er schiebt es aber auf den Einweiser. Unser Flugzeug ist zu früh zum Stehen gekommen, es fehlen zwei Meter damit die Gangway am Flugzeug andocken kann.
Der Pilot kündigt an, dass wir mit einem kleinen LKW bis zur richtigen Parkposition gezogen werden, aber erst müssen sich alle Passagiere wieder auf ihre Plätze setzten. Im Flugzeug herrscht schon ein geschäftiges Treiben, von denen die gleich aussteigen wollen und allen anderen die auch mal aufgesprungen sind um sich die Beine zu vertreten. Nach mehrmaliger Aufforderung des Piloten sitzen die Leute dann auch endlich wieder auf ihren Plätzen. Warum können die nicht einfach auf ihren Plätzen sitzen bleiben bis das Flugzeug steht und die Türen geöffnet werden?
Der Stewart musste jede Person ansprechen, bis sie sich endlich wieder gesetzt hatten. Dann meldet sich der Pilot noch mal, dass Vorhaben mit dem LKW, der uns ziehen sollte funktioniert nicht. Er muss die Triebwerke noch mal starten und soll selbst zur Parkposition fahren bzw. anrollen. Wir rollen kurz an und dann gibt es einen starken Ruck! Man hat das Gefühl, dass das Flugzeug nach vorne über kippt.
Alle Flughafenangestellten, die draußen auf der Rollbahn um das Flugzeug stehen, schrecken ebenfalls auf und laufen plötzlich weit weg und bringen sich in Sicherheit. Wir bekommen einen Schrecken! Was ist denn jetzt passiert. Unserem Gefühl nach stehen wir schon mit der Boing im Flughafengebäude. Der Pilot meldet sich aber nicht noch mal und klärt die Situation auf. Hauptsache er hat das Flugzeug nicht beschädigt und unser Flug nach Costa Rica kann weitergehen.
Ich sage noch, solange die Feuerwehr nicht kommt, kann es nicht so schlimm sein und in diesem Moment biegen zwei Feuerwehrautos um die Ecke. Zum Glück war dies aber nur ein Fehlalarm, die beiden Fahrzeuge bleiben in einiger Entfernung von uns stehen. Die Passagiere die nach Santa Domingo wollen dürfen jetzt das Flugzeug verlassen und aussteigen. Der Rest, der nach Costa Rica weiterfliegt steigt als nächstes aus, das Flugzeug soll gereinigt und betankt werden. Dann kommt eine erneute Durchsage, es bleiben doch alle im Flugzeug, da wir schon eine so große Verspätung haben. Aber nur ein paar Minuten später die nächste Planänderung, jetzt sollen doch wieder alle aus dem Flugzeug raus. Das Flugzeug wir von der rechten Seite betankt und dabei darf sich keiner im Flugzeug aufhalten. Das soll jemand verstehen, was das mit der Seite zu tun hat.
Jeder bekommt eine gelbe Transitkarte in die Hand gedrückt, die uns zum Wiedereinstieg berechtigt. Wir verlassen das Flugzeug, gehen durch die Gangway, fahren eine Rolltreppe hinunter und stehen im Dutyfree-Bereich. 5 Minuten nach dem wir das Flugzeug verlassen haben, müssen wir durch eine Sicherheitsschleuse. Das Handgepäck wird durchleuchtet und dann fahren wir die Rolltreppe wieder hinauf und werden in einem Raum direkt vor unserem Flugzeug gebeten. Wollen die jetzt noch weiter unsere Nerven strapazieren?! Hier hätten wir uns doch auch gleich hinsetzten können und nicht erst die Runde mit dem Sicherheitscheck machen müssen.

Dann können wir endlich wieder einsteigen und zwei Stunden nach der Landung heben wir mit großer Verspätung ab in Richtung Costa Rica. Die restliche Flugdauer beträgt ca. drei Stunden. Auf dem Flug bekommen wir noch mal was zu trinken und ein aus 3 Schwarzbrotscheiben mit Belag bestehenden Sandwich serviert, was sehr lecker geschmeckt hat.

Domenikanische Republik, hier machen wir eine Zwischenlandung
Nach unserem kleinen Unfall kommt die Feuerwehr
Unser Flugzeug
Unser Ziel der Reise, San Jose in Costa Rica

Mit einer halben Stunde Verspätung landen wir um 11:45 Uhr mittelamerikanischer Zeit in San Jose. Das Wetter in San Jose ist leicht bewölkt bei 26°C. Die Einreiseformalitäten und die Gepäckausgabe gehen ziemlich schnell und schon stehen wir vor dem Flughafengebäude. Hier werden wir schon von einem Mitarbeiter von Meyer's Weltreisen erwartet. Als alle Teilnehmer der Rundreise versammelt sind, starten wir mit zwei kleinen Bussen in Richtung unseres Tageshotels in San Jose.

Das La Condessa, in dem wir unsere erste Nacht verbringen werden liegt leider entgegengesetzt zum Stadtzentrum und ca. eine Stunde entfernt vom Flughafen. Wir durchqueren die Stadt Heredia und das letzte Stück geht es steil bergauf, dann sind wir da. Meyer's bietet für den Nachmittag eine fakultative Stadtrundfahrt durch San Jose an. Diese soll 40 $ kosten und wir müssten sofort wieder aufbrechen und wieder eine Stunde zurück zur Stadt fahren. Ein paar Mitreisende nehmen an der Stadtrundfahrt teil, wir entscheiden uns aber nicht dafür. Wir ruhen uns ein bisschen auf dem Zimmer aus und genießen die langersehnte Dusche und das 5 Sternehotel.
Im Nachhinein sind wir froh über unsere Entscheidung, nicht an der Stadtrundfahrt teilzunehmen. Nach Berichten der Teilnehmer gingen alleine zwei Stunden für die Hin- und Rückfahrt nach San Jose und zurück zum Hotel drauf und die meiste Zeit wurde im Goldmuseum verbracht. Das Goldmuseum soll allerdings sehr schön gewesen sein. Den Rest der Innenstadt hat man nur schnell im Vorbeigehen gesehen.

Um 19:00 Uhr steht das Treffen mit unserem Reiseleiter und dem Rest der Reisegruppe für die nächsten 14 Tage in der Hotellobby an. Am Abend fängt es an zu Regnen und es ist sehr windig und es kühlt sich rasch ab. Dank der Klimaanlage ist es auch im Hotel sehr kalt und ohne Jacke kann man sich in der Lobby gar nicht aufhalten.
Unser Reiseleiter kommt aus Wien, dass hört man sehr deutlich. Er heißt Peter, ist 45 Jahre alt und sehr nett. Er lebt schon seid 13 Jahren in Costa Rica und ist mit einer Costaricanerin verheiratet. Mit dem Reiseleiter haben wir einen guten Fang gemacht. Die Reisegruppe ist allerdings sehr groß, 28 Personen. Peter gibt uns die ersten Instruktionen für den morgigen Tag. Um 07:30 Uhr ist Abfahrt. Unser erstes Ziel wird Morgen der Vulkan Poas sein. Kleidervorschrift ist lange Kleidung, Regenjacke und Klamotten zum Wechseln. Die Kleidervorschriften werden uns den ganzen Urlaub erheitern.

Nach einem kurzen Abstecher ins 5-Sterne Hotelrestaurant, wo ich eine Tomatensuppe für 10€ esse, die mit einem Silberdeckel serviert und einem Getränk in der Hotelbar gehen wir schlafen, damit wir für den Beginn der Rundreise fit sind.

Berglandschaft und die ersten Häuser von San Jose
Flughafen San Jose
Unser Hotel für die erste Nacht
Unser geräumiges Zimmer