26.12.2009, Freitag
Ein eingemurmeltes Faultier hoch oben im Baumwipfel
Bei diesem Regen kein Wunder

Heute Morgen heißt es wieder früh aufsehen, um 06:00 Uhr fährt der Bus ab in Richtung Karibikküste. Wir brechen heute sogar ohne Frühstück auf, dieses bekommen unterwegs um ca. 08:00 Uhr in einem Restaurant auf dem Weg nach Tortugero. Seid unserer Rast gießt es aus Eimern. Auf der Karibikseite von Costa Rica ist zurzeit Regenzeit und je näher wie uns der Küstenregion nähern, umso schlechter wird das Wetter. Vor etwa fünf Wochen, als wir alle noch im kalten Deutschland saßen, gab es auf der Karibikseite starke Unwetter mit starken Überschwemmungen. Die Lage hat sich zum Glück verbessert und alle Straßen sind passierbar.

Während der Fahrt entdeckt Peter ein Faultier, das sich ganz weit oben im Baumwipfel zusammengekauert hat. Bei diesem Regen ist das kein Wunder, ist bestimmt ungemütlich. Nach einem kurzen Fotostopp, wobei man das Faultier leider nicht richtig sehen kann, geht die Fahrt weiter.

Unseren nächsten Stopp legen wir an einer Bananenplantage von Del Monte ein. Hier können wir die Arbeiter dabei beobachten, wie die Bananenstaude vom Baum zur Abpackanlage gebracht wird, wie sie in Portionen geteilt und dann in Folie und Kartons verpackt werden. Das ist sehr interessant, dies einmal mit eigenem Auge zu sehen. Die dortigen Arbeitsbedingungen scheinen gut zu sein. Die großen Firmen wie Del Monte oder auch Chiquita haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Arbeitnehmern ein gutes Arbeitsumfeld zu bieten. So stellen sie für die Arbeiter auch Wohnungen in Wohnsiedlungen in der Nähe der Plantagen zur Verfügung. Diese Wohnungsmieten werden gleich mit dem Einkommen der Arbeiter verrechnet. Nach Aussagen von Peter sind die Rahmenbedingungen in letzen Jahren stark verbessert wurden. So haben die Arbeitnehmer nicht nur Pflichten, sondern ihnen sind auch Rechte eingeräumt wurden. Wir setzen unsere Fahrt durch die Bananenplantagen fort. Wo man hinschaut, nur Bananenbäume sind zu sehen mit riesigen Bananenstauden daran.

Weihnachtliche Stimmung überall, sogar in der Karibik
Ein Nashornkäfer, ein riesiges Gerät
Besichtigung einer Bananenplantage, hier können wir den Arbeitern der Firma Del Monte beim verpacken zusehen.
Der Weg vom Bananenbaum über eine Seilbahn zur Verpackungsstation
Hier werden die Stauden in Portionen unterteilt
Nach einem Wasserbad werden die Bananen von Mitarbeiterinnen kontrolliert und ausgewählt
Auf der Karibikseite sieht es ziemlich düster aus
Die Straßen völlig durchweicht, hier bleiben wir fast stecken
Bald sind wir da
Eine kleine Dorfkirche
Wir fahren durch viele kleine Dörfer
Tortugero ist nur über die Wasserstraße zu erreichen

Pünktlich um 11:00 Uhr erreichen wir den Flusshafen. Hier endet jetzt die Straße und dort wo wir hin wollen geht es jetzt nur noch mit einem Boot weiter. Zu unserem nächsten Hotel, der Evergreen Lodge sind wir ca. 1 1/2 Stunden durch die Kanäle des karibischen Regenwaldes unterwegs. Unsere Gepäckstücke kommen auch mit ins Boot. Emilio und der Bus bleiben zurück. Emilio wartet auf uns, bis zur unserer Rückkehr in zwei Tagen.

Die Fahrt zur Lodge über die Wasserstraße durch den grünen Regenwald ist faszinierend. Da wir nur die großen Kanäle befahren, sehen wir nicht viele Tiere, die halten sich in den kleineren Wasserstraßen auf. In der Evergreen Lodge bekommen wir gleich unsere Zimmer zugewiesen. Die Hotelanlage ist ziemlich groß und die kleinen Häuschen liegen weit verstreut. Unser Zimmer ist sehr schön und sauber. Wir haben aber nur Zeit uns kurz frisch zumachen, dann trifft sich die Reisegruppe im Speisesaal zum Mittagessen (inklusive). Das Essen ist sehr lecker. Nach dem Mittagessen haben wir bis um 15:30 Uhr zur freien Verfügung, dann treffen wir uns am Schiffsanleger zur Dorfbesichtigung von Tortugero.

Das Leben hier spielt am und auf dem Fluß ab
Die Evergreen Lodge, die Zimmer sind in kleinen Bungalows untergebracht. Einfach aber schön
Der Schildkrötenstrand von Tortugero
Meter hohe Wellen, hier kann man nicht baden
Warnschild
Die hat es leider nichts ins rettende Wasser geschafft

Das Dorf ist ein paar Minuten flussabwärts gelegen. Wenn man in Tortugero vom Boot steigt, hat man das Gefühl in einem Freizeitpark gelandet zu sein. Hier ist alles bunt und am Weg entlang stehen kleine Figuren. Dieser Eindruck vom Dorf schwindet aber immer mehr, umso weiter man sich von dem Bootsanleger entfernt. Wir laufen als erstes zum Strand von Tortugero, der aus schwarzem Sand besteht und der uns mit einer tobenden Gischt und hohen Wellen empfängt. Schwimmen kann man hier nicht. Zu bestimmten Zeiten im Jahr kommen die Schildkröten hier an diesen Strand und legen ihre Eier in den Sand. Überall stehen auch Schilder, dass man die Nester nicht betreten soll. Zurzeit ist aber keine Brutzeit und wir sehen nur eine kleine tote Babyschildkröte die auf einem Ast liegt. Nun ist auch klar, warum wir das Dorf Tortugero heißt.

Wie aus dem Nichts geht aus heiterem Himmel eine Regenschauer auf uns nieder. Riesige Tropfen lassen einen in Sekunden nass werden. Wir flüchten uns unter ein Dach und warten eine Weile bis es wieder aufhört zu regnen. Dann führt uns Peter noch durch den Rest des Dorfes und erklärt uns die unterschiedlichen Häuser. Wir bekommen noch eine Stunde zur freien Verfügung, wo wir das Dorf noch allein erkunden können. Ich finde am schlimmsten die vielen streunende Hunde, die sich schwanzwedelnd über jeden Touristen freuen und über jede Streicheleinheit erfreut sind. Plötzlich prasselt die nächste heftige Regenschauer auf uns nieder, wir flüchten in einen Souvenir-Shop. Kein wunder das hier alle Häuser auf Stelzen gebaut sind, anders würde das auch gar nicht gehen. Die Dorfstraße aus Lehm hat sich rasend schnell in eine Schlammpfütze verwandelt, die unpassierbar ist. Als die Regenschauer etwas weniger wird, hüpfen wir um die Pfützen und suchen für die restliche Zeit unseres Aufenthaltes verbringen wir in der Budda Bar. Hier ist recht gemütlich und wir sitzen im Trocknen!

Um 17:30 Uhr treffen wir uns wieder am Schiffsanleger und fahren mit dem Boot zurück in unser Hotel. Der restliche Tag ist zur freien Verfügung. Nach dem Abendessen (inklusive) gehen wir noch mal an die Hotelbar und trinken einige Cocktails.

Am Schiffsanleger von Tortogero, oder Phantasialand
Dicke Regentropfen, in der Karibik ist Regenzeit
Die kleine Kirche von Tortugero
und die Polizeistation, mit Warnschild gegen Drogen
Wer hat denn diesen Monat seine Rechnung noch nicht bezahlt
Alle Häuser stehen hier auf Stelzen
Wohnhäuser im Dorf Tortugero
Den hätte ich am liebsten mit nach Hause genommen
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