Samstag, 28. Mai 2005

Die Idee, nach London zu fliegen, entstand sehr spontan während eines Telefonats zwischen Nicole und Ariane. Zwei Monate später sitzen, Nicole, Ariane und ich, nachts um 03:00 Uhr im Auto auf dem Weg nach Köln.

Unser Auto parken wir die nächsten vier Tage für 22 Euro im 300 m vom Flughafen entfernt liegenden zweiten Parkhaus. Nach ca. 15 Minuten Fußmarsch nehmen wir unsere GermanWings-Tickets, die Nicole für 64 Euro für Hin- und Rückflug im Internet erstanden hat in Empfang.

Nach einem einstündigen und für Ariane anstrengenden Flug (sie hat wahnsinnige Flugangst!) landen wir gegen
08:00 Uhr, Londoner Zeit, am Flughafen Gatwick.

Terminal vom Köln Bonn Flughafen
 

Hier geht alles ganz schnell, der Ticketschalter für den Gatwick-Express befindet sich auch gleich gegenüber der Zollkontrolle. Wir bezahlen für ein drei Personen Hin- und Rückfahrt-Ticket nach London 68 Euro. Als wir am Bahnsteig ankommen, können wir gleich einsteigen und nach ein paar Minuten geht die Fahrt auch schon los. Der Expresszug fährt tagsüber im 15 Minuten-Takt.

Jetzt müssen wir noch ungefähr eine halbe Stunde mit dem Gatwick-Express fahren bis wir endlich an der Victoria Station in London City ankommen.

Von der Victoria Station müssen wir noch einige Stationen mit der U-Bahn fahren, deshalb brauchen wir für heute noch ein Tagesticket. Für die nächsten drei Tage haben wir in Deutschland schon Tagestickets für 22 Euro pro Person gekauft. Nach einigem Durcheinander und hin und her finden wir auch den Schalter, wo wir unsere Tickets erhalten.

 
Gatwick Express

Dann fahren wir noch ein paar Stationen mit der Underground zu unserem Hotel (Hostel) nach Paddington.

Das "Wake up London", das von uns nur liebevoll
"Die Unterkunft" genannt wird, ist eine Katastrophe und der erste Schock sitzt bei Nicole und mir tief. Da Ariane schon im Voraus sehr schlechte Kritik im Internet gelesen hatte, ist sie nicht ganz so überrascht über den Anblick, der sich uns bietet. Doch für die drei Nächte sollte es reichen und wir haben auf Grund der Umstände schon eine Menge Spaß in dem Hotel! :o)

Für drei Übernachtungen inclusive Frühstück bezahlen wir pro Person 90 Euro. Man sollte aber von dem Frühstück nicht so viel erwarten, es besteht aus einem Lunchpaket mit Brötchen, Marmelade, O-Saft und einem Müsliriegel. Empfehlenswert ist es Badelatschen, Handtuch und einen Schlafsack oder Bettwäsche mitzubringen.

   
Nachdem wir uns frisch gemacht haben, machen wir uns
auf den Weg zur Busstation, von der aus wir zum
"Tower of London" fahren wollen.

Die erste Busfahrt mit der Nr. 15 ist fantastisch. Wir sitzen gleich oben in der ersten Reihe und haben einen tollen Ausblick auf die Straße und Umgebung, die an uns vorbei zieht. So bekommen wir schon einen tollen Überblick über London und wir sind von dieser Stadt sofort begeistert.

Der Bus passiert viele Londoner Hauptsehenswürdigkeiten und wird in den vier Tagen unseres Aufenthaltes zu
unserem Hauptverkehrsmittel.

Fahrtroute:
Marble Arch, Oxford Street, Oxford Circus, Regent Street, Piccadilly Circus, Trafalgar Square, National Gallery,
St. Martin-in-the Fields, Charing Cross, Fleet Street,
St. Paul's Cathedral, Tower Hill - Tower of London.
 
Bus Nr. 15



Nach einer beeindruckenden Fahrt kommen wir ungefähr 45 Minuten später am "Tower of London" an.
Royal Courts of Justice
 
Ende Mai und wir haben super Wetter in London, so macht Sightseeing Spass ...
Die mächtigen Mauern, die den Tower umrunden, gebaut um Angreifer abzuhalten.
Der "Tower" ist eine große Festungsanlage, die direkt in der Londoner Innenstadt am Ufer der Themse liegt. Die massiven Außenmauern bilden mit ihren Festungstürmen ein (unregelmäßiges) Sechseck. Den Namen Tower verbinden viele vor allem mit zahlreichen Gräueltaten. Die Geschichte des Towers beinhaltet Mord und Folter. Viele Menschen wurden im Tower gefangen gehalten und hingerichtet. Heute lagern dort die weltberühmten Kronjuwelen.
   
 
Der Souveniershop, ein ganz tolles Häuschen ...
Wegen unseres straffen Programmes und nur vier Tagen Aufenthalt in London, begnügen wir uns mit der Außenansicht, da uns die Schlange der Besucher an der Kasse zu lang ist und der Eintritt zu teuer.

Die Eintrittskarte zum Tower kostet 21 Euro und man muß ca. zwei Stunden für die Besichtigung einplanen, wenn der Besucheranstrum nicht zu groß ist. Die Eintrittskarten für den Tower sind auch in der U-Bahn-Station zu erhalten.
Hier würden wir auch gerne einziehen ...
 
   
Weil es so hübsch ist ....
Langsam nähern wir uns der Tower Bridge ...
... immer an der Themse entlang, was wegen der Starken Windböen hier gar nicht so einfach ist ;o)
Gerade mal fünf Minuten vom Tower entfernt, befindet sich schon die Tower Bridge.


Wir überqueren die Brücke und genießen die Aussicht.
Auf der linken Seite der Tower Bridge laufen wir hoch und rechts wieder runter.
Auf der rechten Seite befindet sich auch die Kasse und der Eingang zum Aufzug nach oben zu den Aussichtsgängen.

Ich will mir den Ausblick von oben nicht entgehen lassen und so setzen Nicole und Ariane sich ans Ufer der Themse und warten auf mich, während ich Fotos von der Brücke und der Aussicht mache.

Die Eintrittskarte kostet 6 Pfund und man benötig so ca. 30 Minuten um beide Gänge der Brücke entlang zu laufen und Bilder der tollen Aussicht zu machen. Wenn man aber den Film, der die Entstehung der Brücke zeigt, sehen möchte, muss man mehr Zeit einplanen.

Wir beschließen am Abend noch einmal hierher zurückzukehren, um die angestrahlte Tower Bridge im Dunkeln zu bewundern.
Zu Fuß machen wir uns auf den Weg in Richtung St. Paul's Cathedral.
Die Aussichtsgänge der Tower Bridge
 
Tolles Gebäude, sieht aus wie ein russisches Ei (Faberge Ei).
Blick von der Tower Bridge auf die Themse und HMS Belfast.
 
Die Aussichtsgänge der Tower Bridge
Toller Anblick, alte Kirche + Haus vor einem Glaspalast.
Hier ist das russische Ei wieder ...
Wird zur Gewohnheit die nächsten vier Tage.
Ariane schmeckt' s immer ...
Wir haben jetzt 14:00 Uhr und uns quält ein ganz schöner Hunger. Wir machen uns auf die Suche nach einem McDonalds und wurden auch schnell fündig. Wir essen die besten Hamburger die wir je gegessen haben und im Preisvergleich zu Deutschland ziemlich günstig. Gestärkt geht's weiter Richtung "St Paul´s Cathedral".
   
Drei Burger sind hier nichts ...
 
Die Häuserfronten in London, vor allem die Farben sind einfach nur toll ...
Überall in der Stadt, tolle Gebäude.
Ein original Londoner Taxi
Von uns zur schönsten Sehenswürdigkeit London's erklärt ...
Die Kathedrale ist dem Schutzheiligen von London (dem Heiligen Paulus) gewidmet. Besonders imposant wirkt die Kirche wegen ihrer riesigen Kuppel, die von zwei Türmen umgeben ist. Die Innenausstattung enthält viele Chapels, Denkmäler und Monumente, einen Hochaltar und die Krypta, die das gesamte Kellergeschoss einnimmt.

Die Kathedrale wollen wir unbedingt besichtigen, Prinzessin Diana hat dort 1981 Prinz Charles geheiratet und wir sind alle drei große Fans von ihr.

Die Schlange ist nicht all zu lang, an der Kasse müssen wir acht Pfund Eintritt zahlen, leider darf man nicht fotografieren und filmen (doch ein paar Schnappschüsse sind heimlich schon drin).

Wir sind total fasziniert von der Kathedrale. Alles ist mit Gold bezogen und riesige Gemälde schmücken die Wände.
Es lohnt sich, ein paar Minuten in einer der Kirchenbänke Platz zu nehmen und alles auf sich wirken zu lassen.
   
Die Kuppel der St. Paul's Cathedral, von hier hat man einen tollen Blick über London.
Vor der Kathedrale finden wir auch Nicoles geliebte rote Telefonzelle, an der wir erst mal einen Fotostopp einlegen.
Im Inneren der St. Paul's Cathedral, das große Eingangsportal mit Gang zum Altar.
Die einzelnen Etagen der Kuppel.
Aussicht von oben in die Cathedrale.
Dann machen Ariane und ich uns auf den Weg, die Kuppel der Kathedrale zu besteigen, um die Aussicht auf London zu bewundern. Nicole ist von der Idee überhaupt nicht begeistert, sie wartet lieber unten auf uns.
Also müssen wir alleine die vielen Treppen hoch zur ersten Etage der Kuppel - Whispering Gallery - steigen, was eine Quälerei ist. Von hier aus kann man das Innere der Cathedrale von oben bewundern. Hier entdecken wir auch Nicole, die es sich auf einer Kirchenbank bequem gemacht hat und drauf und dran ist, einzuschlafen.
Dann geht es zur nächsten Etage - Stone Gallery - wir können uns nicht entsinnen, wann uns das letzte mal so die Füße weh getan haben, doch endlich oben angekommen, werden wir für unsere Mühe mit einer gigantischen Aussicht belohnt. Man kann die Dächer von ganz London sehen und uns wird das erste Mal bewusst, wie groß diese Stadt in Wirklichkeit ist.
   
Nicole beim schlafen erwischt.
Die Kuppel kann im Inneren einmal umrundet werden.
Tolle Aussicht auf die Londoner City, im Hintergrund wieder das russische Ei und die Tower Bridge.
Im Hintergrund das London Eye.
 
Der Abstieg ist fast genauso anstrengend wie der Aufstieg, tausende von Treppenstufen ...
Der Haupteingang der St. Paul's Cathedral.
Da oben standen wir noch kurz vorher.
Warten auf das Brautpaar. Die Hochzeitsgesellschaft haben wir schon in den Kellergewölben der Cathedrale gesehen. Frauen mit Federhüten und Männer im Schottenrock. Geheiratet wurde in einer Kapelle im Keller. Jetzt wollen wir das Brautpaar sehen. Nach einer längeren Pause und erfolglosem Warten beschließen wir, in die "Unterkunft" zu fahren und uns zwei Stündchen auszuruhen.
Treppensteigen und auch schlafen macht durstig ... ;o)
   
Piccadilly Circus unser liebster Aufenthaltsort in London.
Towr Bridge bei Nacht, der Weg hat sich gelohnt.
Gegen acht Uhr Abends sind wir wieder fit und machen uns auf den Weg, wieder mit dem Bus Nr. 15, zur Tower Bridge. Danach geht es denselben Weg wie am Tage zur St. Paul´s Cathedral und dann ein ganzes Stückchen weiter zu Fuß zum Piccadilly Circus. Uns tun die Füße wahnsinnig weh und wir ruhen uns erst mal auf dem Denkmal am Piccadilly Circus aus und lassen den Verkehr und die Menschen an uns vorbei ziehen. Es ist wirklich unglaublich, wie viele Menschen um diese Zeit, es muss ungefähr 22 Uhr sein, noch unterwegs sind. Hunderte von jungen Menschen, die flippig angezogen sind und anscheinend vorhaben, Party zu machen. Es ist ein fantastisches Flair und wir genießen es.
Die gleiche Tour wie schon am Tag machen wir abends im Dunkeln noch einmal.
Im Dunkeln noch mächtiger als bei Tag.
Jede Tour durch London in den vier Tagen endet hier.
Doch die Müdigkeit überkommt uns wieder schnell und auf der Busfahrt in die "Unterkunft"
müssen wir aufpassen nicht einzuschlafen. Schnell liegen wir in unseren gemütlichen Betten!!! und schlafen uns fit für den nächsten, schon durchgeplanten anstrengenden Tag.

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