Grand Canyon Nationalpark


   
Eintritt: $20
Internet: www.nps.gov/grca/index.htm
   
   
   

Der Grand Canyon ist eines der größten Naturwunder der Erde. Im Jahre 1893 - 24 Jahre, nachdem Major Powell den Colorado River zum erstenmal bezwungen hat - erklärte der damalige US-Präsident Harrison die tiefe Schlucht zum Naturschutzgebiet. 1919 unterzeichnete Präsident Wilson jenes Gesetz, das den Grand Canyon zum Nationalpark erklärte. Im selben Jahr besuchten 44.000 Menschen den Park. 25 Jahre später hatte sich die Zahl verzehnfacht. Heute ist man Präsident Roosevelts Empfehlung, jeder Amerikaner solle einmal hier gewesen sein, ein ganzes Stück näher gekommen: Inzwischen sind es weit über 4 Mio Personen, die jährlich zum Grand Canyon pilgern.

Die geologische Geschichte des Nationalparks ist kompliziert und geht enorm weit zurück. Ganz allgemein muss man sagen, dass dort wo sich heute die Menschen am Canyon-Rand drängen, einmal Meer und Süßwasserseen gewesen sind, aber auch Vulkane und Berge, höher als der Himalaya.
Vor etwa 2 Mrd Jahren, befand sich die Erde in einem chaotischen Umwandlungsprozess. In einem salzigen Meer lagerten sich über dem flachen Grund mächtige, kilometerdicke Schichten ab, dachstest von der Lava immer wieder ausbrechender Vulkane. Vor etwa 1.7 Mrd Jahren wurden diese Schichten durch tektonische Vorgänge im Inneren des Planeten hochgehoben und zu etwa 9.000 m hohen Bergen aufgetürmt. Durch das immense Gewicht schmolzen Teile des Gesteins und wurden zu Schiefer. Die unterste Schicht am Grand Canyon, der dunkelgraue Vischnu-Schiefer, entstammt dieser Periode des Erdaltertums. In den folgenden Jahrmillionen wurde das Gebirge fast vollständig wieder abgetragen; erneut bedeckte ein See den Grund, und erneut lagerten sich Sedimente ab.

Bis zu 3.650 m waren diese Schichten dick, aber auch sie wurden durch die nachfolgende Erosion wieder abgetragen. Ihre geringen Überreste können die entdecken, die in den Grand Canyon absteigen und die farbigen Bänder des unteren Drittels betrachten: Sie sind das Produkt eines 500 Mio Jahre währenden Prozesses. Die darüber liegenden Schichten sind im Wesentlichen Ablagerungen der Ozeane, die in 300 Mio Jahren des Erdmittelalters kamen und gingen. Immer wieder, bis zu siebenmal, bedecken Muscheln, Algen, Korallen den Boden, dann Material eines Sumpfgebietes und einer trockenen Landfläche, dann wieder Meeresablagerungen und wieder Dünensand...
Schließlich kann man in den Schichten Überreste von Pflanzen entdecken, Überreste von Landtieren, Insektenflügel, Fußspuren von Dinosauriern und darüber nochmals Muscheln, Korallen und Schwämme.

Erst vor 65 Mio Jahren, in der Neuzeit der Erde, begann die Arbeit an dem, was wir heute als den Grand Canyon sehen und bestaunen. Wieder hat tektonische Bewegung eine Erdplatte nach oben gedrückt, das sogenannte Colorado-Plateau, das aus Schichten und Ablagerungen besteht, die oben aufgezählt wurden. Durch dieses Plateau fraß sich nun ein Fluß, alle Hindernisse beiseite räumend, die sich ihm in den Weg stellten. Auch die Vulkanausbrüche, die in den letzten 2 Mio Jahren Lavadämme und Ascheregen im Canyon absetzten, konnten die Urgewalt des Colorado nicht stoppen.

Der geologische Prozess dauert an; die Arbeit des Flusses ist selbstverständlich noch nicht abgeschlossen. Man hat ausgerechnet, dass er täglich etwa 80.000 Tonnen an Tonteilchen, Sand und Geröll fort transportiert

Allgemeines:

Das Gebiet entlang des Colorado River ist auf einer Länge von ca. 400 km zum Grand Canyon Nationalpark (493.070 ha) erklärt worden.

Der Colorado River ist auf diesem Abschnitt 350 km lang und 90 m breit, er hat ein Gefälle von 670 m und 160 Stromschnellen

Der Grand Canyon ist
6 1/2 - 29 km breit (durchschnittlich 19 km)
446 km lang
durchschnittlich 1.600 m tief.
Jährlich besuchen etwa 4,3 Mio Menschen den Grand Canyon

Das ganze Jahr über ist der Grand Canyon ein lohnendes Ziel. In den Sommerferien aber bekommt man nicht nur Platzangst, sonder wird bei Wanderungen durch Temperaturen von bis zu 40°C gequält. Die beste Besuchszeit ist der späte Frühling. Nachtfröste und erster Schnee können schon im Oktober auftreten.






 
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