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Da der 162.884 ha große Sequoia und der 186.821 ha große
Kings Canyon Nationalpark direkt aneinandergrenzen, werden sie oft in
einem Atemzug genannt und touristisch als eine Einheit behandelt. Zusammen
erstrecken sie sich über 104 km in Nord-Süd-Richtung und bieten
einige der schönsten Landschaften Amerikas. Das Rückgrat des
Areals ist das schneebedeckte Bergmassiv der Sierra Nevada. Mt. Whitney,
der höchste Gipfel des amerikanischen Festlandes südlich von
Alaska bildet die Ostgrenze des Parks. Trotz ihrer Nähe und der gemeinsamen
wilden Urwüchsigkeit sind die Sehenswürdigkeiten von Sequoia
und Kings Canyon jedoch ganz verschiedener Art. Sequoia, die südliche
Region, hat 32 Gebiete mit riesigen Mammutbäumen, die dem Park den
Namen gegeben haben und mit das älteste pflanzliche Leben auf der
Welt verkörpern. Kings Canyon hingegen hat zwar auch herrliche Bestände
an Mammutbäumen, ist aber ansonsten durch zwei tiefe Schluchten und
steil aufragende Felswände, unzählige Seen, tosende Wasserfälle
und Bergwiesen geprägt.
Immer schon war die Region von Indianerstämmen besiedelt, die jedoch
nach Ankunft der Weißen von bis dahin nicht gekannten Krankheiten
hinweggerafft oder in blutigen Kämpfen mit Goldsuchern und Siedlern
vertrieben wurden. Den Berichten dieser Pioniere über riesenhafte
Bäume wurde im Land zunächst wenig Glauben geschenkt. Nachdem
aber die abgesägten Baumteile einiger Exemplare in den Osten gebracht
wurden - später sogar nach Europa - stieg die Bereitschaft diese
Pflanzen zu retten. Die wirtschaftliche Nutzung der Mammutbäume war
schwierig, denn im Gegensatz zu den Redwoods sind die Riesenssequoien
nicht leicht zu verarbeiten und zudem einfach zu schwer für den Transport.
Außerdem zerbarsten sie beim Fällen häufig durch den Aufprall
unter ihrem Gewicht. Trotzdem sind in der zweiten Hälfte des 19.
Jh. unzählige Exemplare gefällt worden, um Brennholz aus ihnen
zu machen. 1890 erklärte man das Sequoia-Gebiet zum zweiten Nationalpark
der Vereinigten Staaten.
Kings Canyon:
Einer der größten Sehenswürdigkeiten des Parks ist der
General Grant Tree, der zweitgrößte bekannte Baum dieser Erde.
Auch seine benachbarten Genossen sind von enormen Dimensionen.
Auf der Panoramastraße kommt man an schäumenden Katarakten,
tiefen Schluchten und der Cedar Grove vorbei, alles Ziele, die man sich
von Parkplätzen oder auf kurzen Spaziergängen näher anschauen
sollte. Die Straße endet an einem Parkplatz, der eine schöne
Aussicht auf den Gipfel des Glacier Monument (3.403 m) bietet.
Sequoia Nationalpark:
Der Giant Forest ist das erste Ziel, das seinem Namen nicht nur mit dem
General Sherman Tree, dem größten Baum der Welt, alle Ehre
macht.
Den Sequoia NP verläßt man auf vielen Serpentinen, die einen
von 2.000m auf rund 500 m hinabbringen und eine arge Kurverei bedeuten.
Informationen zu den Mammutbäumen:
Die Mammutbäume oder Riesensequoien, deren nächste Verwandte
die Redwoods an der Pazifikküste sind, gehören zu den größten
und ältesten Bäumen der Welt. Es gibt sie nur an den Westhängen
der Sierra Nevada im mittleren Kalifornien und nur in einer Höhenlage
zwischen 1.200 und 2.400 m. Mit den Redwoods haben sie die rötliche
Holzfärbung, die Resistenz gegen Schädlinge und Feuer sowie
die archaische biologische Struktur gemeinsam. Der Unterschied der nahen
Verwandten liegt darin, dass die Mammutbäume noch älter werden
können (man schätzt 3.200 bis 4.000 Jahre) und etwas kleiner,
dafür aber von viel größerem Umfang sind. Während
der Höhenweltrekord also im Redwood-Nationalpark verbleibt, gelten
die Riesensequoien als die mächtigsten Bäume der Welt. Der General
Sherman Tree mit einer Höhe von 84 m, einem Gewicht von 1.200 t und
einem Basisdurchmesser von 10 m ist der absolute Gigant und wird als größtes
Lebewesen der Welt bezeichnet. Ihm folgt der General Grant Tree, der genauso
dick, aber 2 1/2 m kürzer ist. Neben ihrer riesenhaften Erscheinung
ist ihr biblisches Alter bemerkenswert. Viele der Giganten sind mehr als
2.000 Jahre alt.
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