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Spanisch ist die Architektur mit den schattigen Innenhöfen, französisch
die Straßennamen, karibisch-afrikanisch die Musik. Die Hafenstadt
liegt 170 km vom Golf von Mexiko entfernt am Mississippi. Auf dem Fluß
verkehren wie im 19. Jh. Schaufelraddampfer, nur befördern sie heute
Touristen, statt wie seinerzeit Baumwolle, Indigo oder Tabak. Die Abenteuer
Tom Sawyers und Huckleberry Finn vermitteln eine Vorstellung von Dampfschiffromantik
und Südstaatennoblesse restaurierte herrschaftlich Plantagenhäuser
wie Destrehan oder St. Francisco, die zwischen New Orleans und Baton Rouge
an den Ufern des Mississippi zu besichtigen sind.
Unmittelbar westlich von New Orleans breiten sich grüne Sümpfe
aus, durchzogen von schnurgerade angelegten Kanälen, trägen
natürlichen Wasserläufen und Altwasserarmen des Mississippi.
New Orleans mit seinen 485.000 Einwohnern (Großraum 1,3 Mio. Einwohner)
gilt als Wiege des Jazz. Hier wurde am 04. Juli 1900 mit Louis Armstrong
einer der Großen der Jazzmusik geboren.
Geprägt wird New Orleans vom Mississippi. Die Stadt liegt an einer
halbmondförmigen Flussschleife des hier bis zu 800 m breiten Flusses.
Die Stadt liegt durchschnittlich 1 1/2 m unterhalb des Meeresspiegels,
vor dem Wasser durch Dämme geschützt.
Sehenswürdigkeiten:
Vieux Carré
Mittelpunkt von New Orleans ist das lebhafte Vieux Carré auch French
Quarter genannte Altstadt zwischen North Rampart Street und Mississippi
bzw. Canal Street. Das 1718 auf schachbrettartigem Grundriss angelegte
Viertel wurde 1788 und 1794 durch Großfeuer zerstört, die Gebäude
anschließend nach dem Vorbild spanischer Architektur wieder aufgebaut.
Filigrane, gußeiserne Zäune, Balkon- und Fenstergitter sowie
typische Holzblenden vor den Fenstern schmücken viele der heute denkmalgeschützten
Häuser des Viertels.
Die Bourbon Street ist die Flaniermeile des Viertels, nach Einbruch der
Dunkelheit wird die für den Autoverkehr gesperrte Straße zur
geschäftigen Vergnügungspromenade.
Den südöstlichen Teil des Viertels nimmt der French Market an
der Decatur Street ein. Unter Arkaden, an Ständen und in Hallen wird
seit 200 Jahren der städtische Obst- und Gemüsemarkt abgehalten.
Streetcar / Garden
District
Auf halber Höher der Canal Street, startet die mit viel Holz und
poliertem Messing im Look der 20er-Jahre des 20. Jh. ausgestatteten, grünroten
Straßenbahnen, die St. Charles Streetcars, zu ihren Routen durch
die baumbestandene St. Charles Avenue. Bereits 1947 beschrieb Tennesse
Williams die nostalgischen Wagen in "Endstation Sehnsucht".
Die Fahrt führt durch sehenswerte Straßenzüge. Im Stadtteil
Garden District umgeben parkähnliche Gärten mit Pavillions und
Statuen prächtige Villen, die im 19. Jh. auf einstigem Plantagenlang
entstanden waren.
Ausflüge
Swamp-Tour
Wasserreiche Marschen, grünüberwucherte Sümpfe und ruhige
Bayous bestimmen den Barataria Unit 25 km südöstliche von New
Orleans. Dieser rund 80 km² große Naturpark ist Teil des "Jean
Lafitte National Historical Park". Oft sieht man über moosbehangenen
Bäumen Reiher fliegen oder in den Gewässern Schildkröten,
Schlangen und Alligatoren schwimmen.
Plantagen
Die New Orleans nächstgelegenen Plantagenhäuser sind
auf der östliche Flussseite. Sie sind mit wertvollen historischen
Möbeln ausgestattet und können mit Führungen besichtigt
werden. Die Destrehan Plantage ist die das älteste Plantagenhaus
in unteren Mississippital. Angelegt wurde es zunächst im French Colonial
Style, 1810 erweitert und 1830-40 mit acht weißen Frontsäulen
im Greek Revival Style umgestaltet.
Als ein Wahrzeichen der Südstaaten gilt die 400 m lange Allee der
Oak Alley Plantage. Über der Zufahrt schließen sich die Äste
von 28 uralten, knorrigen Eichen zu einem grünbelaubten Baldachin
zusammen. Am Ende der Allee schimmert das schneeweiße 1839 im Greek
Revival Style erbaute Herrenhaus. Es wirkt durch seine 28 Säulen
ringsum noch eindrucksvoller.
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