2. Tag: Von Los Angeles nach Monterey immer auf dem Highway I entlang.
Fahrtzeit 11 Stunden (incl. Pausen)
Entfernung 340 Meilen
Hotel Eldorado Inn, $67 mit Tax und 2 Betten
1-Bettzimmer kostet $10 weniger

Um 6:00 Uhr heißt es schon wieder "Augen auf" und los. Mit dem Hotelt-Shuttle-Bus geht es zurück zum Flughafen und von dort mit dem Alamo-Shuttle-Bus zur Autovermietungsstelle.

Um 08:00 Uhr sitzen wir im Auto, das für die nächsten 14 Tage unser ist und fahren wieder in Richtung Flughafen. Dann wird es einfach, immer dem Higway I folgen, vorbei an Venice Beach, Santa Monica, Malibu und Zuma Beach. 2 1/2 Stunden dauert die Fahrt bis nach Santa Barbara. Die Strecke ist nicht so prickelnd, aber Santa Barbara entschädigt für alles. Zuerst parken wir unser Auto direkt am Strand und laufen den Pier entlang. Überall laufen große Möwen herum und auf den Dächern sitzen Riesenpelikane.
Dann geht's ersteinmal in ein Bistro, die erste flüssige wie auch feste Nahrung an diesem Tag.

Um 12:00 Uhr haben wir schon 25C°. Da wir nicht mehr soviel Zeit haben, entschließen wir uns, mit dem Auto den Scenic-Drive entlangzufahren und so die Stadt ein bißchen zu erkunden. Aufeinmal ertönt "99 Luftballons" von Nena aus unseren Lautsprechern und das im amerikanischen Radio, wir sind sprachlos. Santa Barbara ist eine wunderschöne Stadt im viktorianischen Stil, hier ist eine Übernachtung einfach ein Muß! Wir sind ganz traurig als wir nach ein paar Stunden weiter müssen, aber wir wollen (müssen) heute Abend noch Monterey erreichen.

Dann geht es auf dem Highway I/101 weiter immer am Meer entlang in Richtung Norden. Im Pazifik herrscht ein ganz schöner Wellengang und man sieht an den Stränden immer wieder Wellenreiter. Dann verlassen wir für kurze Zeit die Küste und fahren durch die Berge. Hier sehen wir einen Weinberg am anderen und riesengroße Weiden ohne Gras, auf denen Kühe "grasen".

Wieder an der Küste, machen wir einen kurzen Abstecher in den Fischerort Morro Bay. Im Reiseführer wurde schon erwähnt, das sich in diesem Ort ein Kraftwerk befindet und das dem Ortsbild nicht gerade gut tut. Dies trifft auch voll zu; ohne das Kraftwerk wäre es mit Sicherheit ein idyllischer Fischerort. Einen Vulkan gibt es in Morro Bay auch. Als wir diesen näher erkunden, entdecken wir einen tollen Strand. Hier schauen wir eine Weile den Wellenreiter zu.

Weiter geht's an der Küste entlang in Richtung San Simeon. Kurz hinter Morro Bay sehen wir leider nur noch im Rückspiegel am Strand eine Robbenkolonie liegen. Zum Anhalten war es zu spät. Dies werden wir aber noch öfter merken, wir kommen einfach von der falschen Seite, die ganzen Vista-Points liegen links. Es ist ratsamer die Fahrt auf dem Higway I von San Francisco nach LA zu machen.

Als wir in San Simeon ankommen ist es leider schon 16:00 Uhr. Von Ort kann man aber auch eigentlich nicht sprechen - oder wir haben ihn nicht richtig gefunden. Das Hearst-Castle sieht von weitem ziemlich beeindruckend aus und ich hätte es mir gerne angesehen. Leider waren wir schon zu spät, der letzte Shuttle-Bus fährt um 15:20 Uhr und Zeit hatten wir eigentlich auch keine. Mit einer Übernachtung in Santa Barbara wäre das alles gar kein Problem gewesen, das nächste mal wissen wir es besser.

Da wir unbedingt vor der Dunkelheit in Big Sur sein wollten, ging es dann auch gleich weiter. Einer von uns beiden, im nachhinein wußte aber keiner mehr wer, hatte gesagt, dass es in Big Sur eine Robbenkolonie geben würde. Nach nochmaligen Nachlesen im Reiseführer stellte sich das aber als falsch heraus. Der Ort Big Sur liegt nämlich gar nicht richtig am Wasser, mehr in den Bergen, alles ist super grün.

Kurz vor Big Sur ertönte aufeinmal ein Warngeräusch, unser Tank war leer! Nach einer für uns endlos langen Zeit tauchte eine Tankstelle auf, hier kostete die Gallone $2,69. Auf dem Weg hatten wir schon Tankstellen gesehen, wo die Gallone $1,80 kostete!

Ab Big Sur besteht die Küstenstraße nur aus Kurven und Serpentinen, ich musste sehr mit meiner Übelkeit kämpfen, da ich langsam auch einen Mordshunger hatte.

Zu unserem Entsetzen stellten wir dann auch noch fest, das der Promi-Ort Carmel von unserer Richtung aus vor Monterey liegt. Das war so nicht geplant, es war schon dunkel und angucken konnten wir jetzt nichts mehr. Wir fuhren erstmal weiter nach Monterey, weil die Hotelzimmer dort mit Sicherheit viel billiger sind und müssen eben Morgen noch mal in die falsche Richtung fahren.

Um 19:00 Uhr erreichen wir Monterey. Nach mehrmaligen durchfahren des Ortes entscheiden wir uns für das Eldorado Inn, das genau am Anfang der Hauptstraße liegt von wo man in den Ort fährt. Sogar das Frühstück war inbegriffen, was für die USA ja nicht üblich ist. Am nächsten Morgen mussten wir dann aber feststellen, das es sich nur um einen Kaffee und eine Rosinenschnecke handelte.

Nachdem wir unser Zimmer bezogen und uns kurz frischgemacht hatten, machten wir uns auf den Weg etwas Eßbares zu suchen, was sich als sehr schwierig herausstellte. Ganz in der Nähe vom Motel gab's ein kleines Thai-Restaurant, das Klaus aber erst später entdeckte. Wie wir auf unsere weiteren Reise noch feststellen werden, mit Thai fährt man immer gut. Nach 30 min suchen entschieden wir uns dann für einen Italiener. Trotz Selbstbedienung waren die Preise ziemlich happig. Das Personal war auch nicht gerade freundlich, um 21:00 Uhr wurde schon mit Aufräumarbeiten begonnen und so blieben wir auch nicht mehr lange.


Los Angeles, die Reise beginnt
Auf dem Pier von Santa Barbara
Mission in Santa Barbara
Highway I, immer am Pazifik entlang.
Morro Bay




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3. Tag