| San Francisco befindet sich auf der Nordspitze
einer Halbinsel, ist also von drei Seiten vom Wasser umgeben: westlich liegt
der Pazifik, östlich die San Francisco Bay, und im Norden reicht das
Goldene Tor nah an die Gegenküste heran. Die eigentliche City hat ihren
Stadtkern am Ufer der Bay. Vom Ferry Building führt die Market St.
immer geradeaus und teilt das Straßenraster, das man ohne Rücksicht
auf die Topographie San Francisco übergestülpt hat. Während die im spitzen Winkel nördlich abgehenden Straßen Namen tragen, werden viele der rechtwinklig abgehenden im Süden durchnumeriert. Am nächsten zum Ferry Building liegt der Financial District mit der größten Bankenkonzentration der amerikanischen Westküste. Westlich wird es durch den Union Square abgeschlossen, im Norden von der berühmten Chinatown begrenzt. Westlich von Chinatown liegt das elegante Wohnviertel Nob Hill und nördlich davon North Beach. Sehenswürdigkeiten: Cable Car: Am Anfang der Powell Street befindet sich der "turntable" wo der Schaffner und Wagenführer einer Cable Car das Gefährt umdreht und zum erneuten Start klarmacht. Zweifellos gehören die Cable Cars zu den herausragenden Sehenswürdigkeiten der Stadt. Am Ende des 19. Jh. waren bereits die meisten Straßen von San Francisco mit Cable Cars zu befahren, das Streckennetz betrug 190 Kilometer, und der Fuhrpark umfaßt 600 Wagen. Durch die Erfindung des Automobils sind davon jedoch im Laufe der Zeit nur noch 37 Wagen übriggeblieben und das Streckennetz ist auf 16 Kilometer geschrumpft. Heute sind die Cable Cars das einzige Verkehrsmittel, das in den USA unter Denkmalschutz steht. Da die 6 t schweren Kabelwagen selbst antriebslos sind, hat die wichtigste Aufgabe der Gripman, der den Seilgreiferhebel bedient. Damit wird die Cable Car an das mit 15 km/h fortlaufende Seil angeschlossen oder die Verbindung wird gelockert bzw. unterbrochen. Genauso wichtig wie der Seilgreifhebel sind natürlich die Bremsen. Union Square: Der palmenbestandene, rechteckige Platz kann als der Hauptplatz der Stadt gelten. Dies nicht wegen seiner Größe (die ist mit rund 1 ha eher bescheiden), sondern wegen seiner historischen Rolle, seiner Funktion als Verkehrsknotenpunkt und wegen der bedeutenden Kaufhäuser. Chinatown: Das Areal, das insgesamt 24 Blocks umfaß, wurde bereits 1847 von Chinesen besiedelt und entwickelte sich zur größten chinesischen Siedlung außerhalb Asiens. Mit 20.000 Einwohner (insgesamt leben etwa 80.000 Chinesen in San Francisco) ist Chinatown die dichtestbesiedelte Neighborhood der Stadt und gleichzeitig die einwohnerstärkste geschlossene Chinesensiedlung außerhalb Asiens. Transamerica Pyramid: Das höchste Gebäude in San Francisco. Kein anderes Gebäude bestimmt so auffällig die moderne Skyline der Stadt wie dieses 1972 fertiggestellte, 260 m hohe Bürohochhaus (48 Stockwerke). Über einem quadratischen Grundriß laufen die einzelnen Seiten in einer pyramidalen Spitze aus; diese ist über 65 m hoch und innen hohl. Ein Drittel des Turms, in dem rund 1.500 Menschen arbeiten und der 6.000 Fenster hat, ist von der Transamerica-Versicherung belegt. Coit Tower: Der Berg den man hier erklimmt, ist der Telegraph Hill, der seinen Namen einem 1850 auf seinem Gipfel aufgestellten optischen Telegraf verdankt. Während von dem Telegrafen nichts mehr zu sehen ist, ragt auf der Kuppe des knapp 90 m hohen Telegraph Hill der 64 m hohe zylindrische Coit Tower. Der Aussichtsturm, der 1933 als Denkmal für die Freiwillige Feuerwehr errichtet wurde bietet wegen seiner zentralen Lage eines der besten Panoramen überhaupt. Fisherman's Wharf: Der Fischerhafen, wie das Gebiet von 12 Blocks zwischen Powell Street, Bay Street und Columbus Ave. bezeichnet wird. Einer der bekanntesten, deswegen aber auch überlaufener Anziehungspunkt der Stadt. Wer hier allerdings noch einen intakten Fischerhafen sucht, wird enttäuscht sein: Schon längst ist das Gelände von Hotels, Geschäften, Restaurants, Shops etc. erobert worden und in einen Rummelplatz verwandelt worden. Rund 13 Mio Touristen besuchen den Fisherman's Wharf jährlich. Eine der beliebtesten und nebenbei auch kostenlosen Attraktionen des Piers ist die Seelöwenkolonie, die vor einigen Jahren von Seals Rock vor dem Cliff House hierher umzog. Alcatraz: 2 1/2 km von Fisherman's Wharf entfernt, mitten in der Bay liegt Alcatraz Vom Pier 41 aus kann man mit einem Boot dorthin übersetzen. Auf dem ursprünglich ganz kahlen Felsen errichtete man nacheinander einen Leuchtturm, Befestigungsanlagen und während des Bürgerkrieges ein Militärgefängnis. 1933 baute man das wohl bekannteste und berüchtigtste Zuchthaus der Welt. Bis 1963 saßen hier Schwerverbrecher wie z.B. Al Capone ein. Nachdem das Zuchthaus geschlossen wurde, besetzten Indianer die Insel und demonstrierten jahrelang ihren Anspruch auf das Land. Seit 1973 sind Besucher auf Alcatraz zugelassen. Lombard Street: Die Straße windet sich auf einem kurzen Abschnitt in zehn Haarnadelkurven mit 40% Steigung hinunter und wir so zur krummsten Straße der Welt. Civic Center: Das Behörden- und Verwaltungszentrum der Stadt macht einen eigenen Stadtteil aus, wobei die acht wichtigsten Gebäude symmetrisch um die Civic Center Plaza gruppiert sind. Oakland - Bay Bridge: Die Brücke, die immer ein wenig im Schatten ihrer berühmten Kollegin am Golden Gate gestanden hat. Dabei ist das Riesenbauwerk nicht nur ein halbes Jahr eher vollendet worden, sondern mit über 13 km auch deutlich länger. Golden Gate Bridge: Die fast 3 km lange Hängebrücke ist zwar nicht mehr die längste der Welt, aber mit Sicherheit eine der schönsten Brücken, die es überhaupt gibt. Das Wahrzeichen San Franciscos wurde nach vier Jahren Bauzeit am 28. Mai 1937 fertiggestellt. Jährlich werden 20.000 l der Farbe International Orange verstrichen. |
![]() Cable Car
Powell Street
Alcatraz![]() viktorianische Häuser
Civic Center |