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Hauptstadt und Regierungssitz der Sozialistischen
Republik Vietnam
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Einwohnerzahl ca. 1,1 Mio. (Stadtgebiet)
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Entfernung ca. 1600 km nördlich von
Saigon
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Allgemein:
Hanoi bedeutet sinngemäß "Stadt zwischen den Flüssen"
und so erstreckt sich die vietnamesische Hauptstadt auch zwischen
dem deichbewehrten Roten Fluß, dem To-Lich und dem Nhi-Fluß.
Nicht weit entfernt wird das Delta des Roten Flusses im Norden und
Westen von über 3000 m hohen Bergen begrenzt, während es
zum Golf von Tonkin nur rund 80 km Luftlinie sind.
Die Gegend um Hanoi wird als Wiege der vietnamesischen Kultur bezeichnet.
Wenn auch im Bewußtsein der westlichen Welt Saigon die Hauptrolle
in der Kolonial- und Kriegsgeschichte des 19. und 20. Jahrhundert
spielt, so bleibt Hanoi in der immerhin 4000jährigen Geschichtsschreibung
die zweifellos wichtigere Stadt. Hanois Atmosphäre ist wie an
keinem anderen Ort Vietnams von den verschiedenen Epochen und ihren
Vertretern geprägt. Könige, Konfuzius, Kolonialherren wie
Kaderschüler und neuerdings auch Kapitalisten haben ihre Spuren
im Stadtbild hinterlassen. Hunderte von Tempeln und Pagoden wechseln
sich ab mit kolonialzeitlichen Fassaden, sozialistischen Renommierbauten
und den Vorboten einer neuen Zeit mit spiegelverglasten Hochhaustürmen
und Konsumpalästen. Das hochmoderne Hanoi zeigt sich bereits
im Bezirk am Westsee. Die vielen Parks, Seen und tamarindenüberschatteten
Alleen geben Hanoi ein angenehmes grünes Antlitz. Im Vergleich
zum kosmopolitischeren und dynamischeren Saigon scheint hier noch
Ruhe und Gelassenheit zu herrschen. Die Stadtsanierung schreitet unaufhaltsam
und wenig behutsam voran. Zwischen der alten niedrigen Häuserkulisse
aus dem vorigem Jahrhundert tauchen jedoch immer öfter Neubauten
auf, die mehr oder meist weniger hineinpassen. Das Leben spielt sich
im Freien ab, auf dem Holzschemel mitten auf dem Bürgersteig.
Die dampfende Reissuppe wird schon morgens um 6 Uhr auf dem Fahrrad
durch die Gassen gefahren.
Wirtschaft:
Viele internationale Konzerne, Banken und Weltorganisationen haben
in den 90er Jahren Büros in der Hauptstadt eröffnet. Nach
Saigon im Süden hat sich in und um Hanoi der zweite Investitionsschwerpunkt
gebildet. Die Hauptstadt ist touristisches Zentrum im Norden, von
hier finden die Tagesausflüge in die weltberühmte Halong-Bucht
statt.
Verkehr:
Bis vor wenigen Jahren beherrschten eine Millionen Fahrradfahrer die
Straßen und Gassen Hanois. Heute steigen mehr und mehr Stadtbewohner
auf motorisierte Zweiräder und Auto um, was zu Verkehrsspitzenzeiten
regelmäßig zum Chaos in der Innenstadt führt.
Sehenswertes: (nur Sachen die wir
besucht haben)
Die Hauptsehenswürdigkeiten befinden sich im Zentrum und im Westen
Hanois.
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Old Quarter (1stündige Rikschafahrt)
Wie in einem Bienenkorb geht es in den engen, atmosphärischen
Gassen des alten Handelsviertel Hanois zu. Die Geschäftshäuser
sind mit Kletterpflanzen bewachsen und mit Vogelkäfigen behangen.
Die Bürgersteiger sind voller Straßenstände und
Garküchen. Die architektonische Besonderheit des Viertels sind
die Röhrenhäuser. Sie fallen wegen ihrer auffallenden
Form auf. Von der Straße her sieht man nur einen kleinen Laden,
oftmals nur 2 m breit, an den sich eine Werkstatt, mehrere Wohn-,
Schlaf- und Lagerräume anfügen, so das die Häuser
oft 60 bis 80 m lang sind. Da früher die Steuern nach der Größe
der Ladenfront berechnet wurden und die Erbteilung entsprechend
dividiert wurde, konnte sich diese Art von Häusern hier etablieren.
Vor 500 Jahren erhielten die einzelnen Straßenzüge im
Old Quarter ihre Namen nach den 36 hier ansässigen Gilden.
Auch heute sind die Geschäftsstraßen meist spezialisiert
- auf die Produkte ihrer Zunft. Eine besonders farbenfrohe Straße
ist die Hang Quat mit leuchtenden Wimpeln und Fahnen sowie Lackarbeiten
und feierlichen Gewändern für Feiertage und Beerdigungen.
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French Quarter
Einen harten Kontrast zu dem geschäftigen Treiben in den engen
Straßen des Alten Viertels bieten die großzügigen
Boulevards des Französischen Viertels. Schon auf den ersten
Blick kann man erkennen, dass die Oper Hanois ein bedeutendes Vorbild
hat, nämlich das Opernhaus in Paris.
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Literaturtempel
Er ist nicht nur die großzügigste und schönste Tempelanlage
der Stadt, sondern auch das konfuzianische Hauptheiligtum und die
erste Universität Vietnams. Sie wurde 1070 von Kaiser Ly Thanh
Tong gegründet und Konfuzius zugeeignet.
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Ho-Chi-Minh-Mausoleum
Der großzügig angelegte Ba-Dinh-Platz ist das politische
und zeremonielle Zentrum der vietnamesischen Hauptstadt. An seiner
westlichen Seite dominiert das Mausoleum Ho Chi Minhs den Platz,
ihm gegenüber befindet sich die Nationalversammlung. Vor einer
halben Millionen Menschen verlas Ho Chi Minh hier am 02. September
1945 die Unabhängigkeitserklärung. In der Tradition großer
kommunistischer Führer wurde die Leiche Ho Chi Minhs einbalsamiert,
allerdings gegen dessen Willen. Er hatte hinterlassen: Teilt meine
Asche in drei Teile und bewahrt sie in drei Keramikurnen, die Sinnbild
für Norden, Zentrum und Süden sein sollen". Bis zum
Jahr 1975 wurde er nicht öffentlich ausgestellt, doch heute
ist das Mausoleum eine der Hauptattraktionen Hanois. Auch wenn das
Gebäude von außen nur wie ein düsterer Klotz wirkt,
sollte man einen Besuch nicht versäumen.
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Der Präsidentenpalast und das Haus Ho Chi Minhs
sind in unmittelbarer Nähe des Mausoleums. Heute werden hier
Staatsgäste empfangen. Für Publikum bleibt der Palast
geschlossen.
Nach der Unabhängigkeitserklärung zog Ho Chi Minh zwar
offiziell in die ehemalige Residenz, meinte aber sie sei nun im
Besitz des gesamten Volkes. Er ließ sich in der Nähe
ein ganz bescheidenes Haus bauen. Als es ihm dort im Sommer zu heiß
wurde, entwarf er eine kleine Stellzenhütte Es ist noch alles
so erhalten wir er es zurückgelassen hat. Ho Chi Minh lebte
hier in den letzten 11 Jahren seines Lebens, auch während des
Vietnamkrieges.
Ganz in der Nähe liegt eine Ein-Säulen-Pagode, auch ein
Wahrzeichen Hanois. Das hölzerne Quan-Am-Heiligtum ist nur
etwa 3 m² groß und wird lediglich von einer einzigen
Säule, die mitten aus dem See ragt, getragen. In dieser Form
soll sie Abbild einer Lotosblüte, dem buddhistischen Symbol
für die Erleuchtung, sein. Heute handelt es sich nicht mehr
um das Originalbauwerk, der aktuelle, aus Beton gegossene Pfeiler
(1954) beeinträchtigt das Bild erheblich.
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Ho Chi Minh Mausoleum

Präsidentenpalast

Pfahlhaus von Ho Chi Minh

Literaturtempel
Ein-Säulen-Pagode
Häuser in Hanoi
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