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Infos zu Singapur
Staatsform:
Die Republik Singapur ist ein Stadtstaat an dessen Spitze eine
Ministerpräsident steht.
Währung:
Die Währung von Singapur ist der Singapore Dollar.
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Allgemeines:
Singapur liegt in Südostasien vor der Südspitze der Malaiischen
Halbinsel. Der Stadtstaat umfaßt 587 km², die große
Hauptinsel sowie 54 kleinere Inseln. Die Entfernung zum Äquator
beträgt nur 136,8 km. Singapur ist im Osten vom Südchinesischen
Meer, einem Teil des Indischen Ozeans und im Westen von der Straße
von Malakka umgeben. Über einen ein Kilometer langen Straßen-
und Eisenbahndamm ist die Insel mit dem Festland und damit mit dem
Nachbarstaat Malaysia verbunden.
Der Name Singapur (englisch Singapore) ist eine Zusammenziehung der
Worte "Singa" (Löwe) und "pure" (Stadt).
Hauptstadt des Inselstaates ist die etwa ein Sechstel der Hauptinsel
einnehmende City of Singapore.
Das Klima von Singapur ist tropisch-immerfeucht, charakteristisch
die oft drückende Schwüle. Die Luftfeuchtigkeit erreicht
manchmal 96% während der Nacht und ca. 65% am Tag. Auch die Temperaturen
sind im allgemeinen hoch und sinken auch nachts nicht. Regenschauer
fallen oft das ganze Jahr über plötzlich und sind recht
heftig, aber meist von kurzer Dauer. Von tropischen Wirbelstürmen
bleibt Singapur aufgrund seiner äquatornahen Lage meist verschont.
Keppel Harbour, der Hafen von Singapur liegt an einer natürlichen
Bucht an der Südküste der Hauptinsel. Er ist nach Rotterdam
der größte international Seehafen der Erde und der wichtigste
Umschlagplatz für den Seehandelsverkehr zwischen Europa und dem
Fernen Osten.
Bevölkerung:
In Singapur finden sich die verschiedensten Volksgruppen wieder. 1819
war die Insel noch ausschließlich von wenigen malaiischen Fischern
bewohnt. Seit Sir Thomas Stamford Raffles die Insel für die British
East India Company erwarb, ließen die Briten Südchinesen,
Inder, Ceylonesen und auch Zuwanderer aus dem benachbarten Malaysia
nach Singapur einwandern. 1980 fand die bisher letzte Volkszählung
statt, sie ergab 2,41 Mio. Einwohner. Nach der Fortschreibung betrug
die Zahl 1992 ca. 3 Mio. Einwohner, die jährliche Zuwachsrate
liegt bei 1,3%. Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte liegt
bei 4.818 Einwohner/km² und zählt damit zu den höchsten
der Welt.
Die in den 80er Jahren befürchtete Überbevölkerung
trat nicht ein, zu Beginn der 90er setzte man sogar die strenge Geburtenkontrolle
außer Kraft. Seit 1993 gilt die auf der Erde wohl einmalige
Regelung, dass sich die Mütter mit einem geringen Schulabschluß
als der Mittleren Reife nach der Geburt des zweiten Kindes sterilisieren
lassen müssen! Nur dann erhalten die Familien einen Zuschuß
beim Kauf einer Wohnung sowie einen Steuerbonus, die Kinder können
die besseren Schulen Singapurs besuchen. Im Scheidungsfall müssen
gewährte Zuschüsse an den Staat zurückgezahlt werden.
Sprache:
Die Nationalsprache Singapurs ist das Malaiische, was in der Öffentlichkeit
jedoch kaum noch gesprochen wird. Englisch ist die Verwaltungssprache,
daneben sind als Amtssprache die chinesische Hochsprache "Mandarin"
und das südindische Tamil zugelassen.
Religion:
Die am häufigsten vertretenen Religionen sind Buddhismus und
Taoismus (56%), sunnitischer Islam (16%), Christentum (10%) und Hinduismus
(4%).
Bildungswesen:
Obwohl in Singapur keine Schulpflicht besteht, besuchen 90% aller
Kinder und Jugendliche zwischen sechs und siebzehn Jahren eine Schule.
Der Besuch der Grundschule ist kostenfrei, in den ersten drei Jahren
kann die Unterrichtssprache frei gewählt werden. Die nächst
höhere Schule ist die Secondary School mit Englisch und Chinesisch
als Unterrichtssprache. Wer einen Universitätsstudium anstrebt,
muss zur Vorbereitung ein zweijähriges Junior College absolvieren.
Wirtschaft:
Rund 140 Jahre war Singapur das wichtigste Handelszentrum des britischen
Weltreiches auf der Schifffahrtsroute von Kanton nach Kalkutta. Seit
der Erlangung der Unabhängigkeit im Jahre 1959 entwickelte sich
Singapur zu dem modernsten Industrie-, Handels- und Bankenzentrum
Südostasiens. Heute gilt der Stadtstaat als einer der "fünf
Tiger", im weltwirtschaftlichen Sinne versteht man darunter die
wachstumsstärksten asiatischen Schwellenländer Südkorea,
Taiwan, Hongkong, Vietnam und Singapur.
Tourismus:
Eine wichtige Einnahmequelle der Inselrepublik stellt seit geraumer
Zeit der Tourismus dar. Zwar wird Singapur nicht so sehr als Reiseziel
besucht, doch von Fernreisenden gern zum erholsamen Zwischenaufenthalt
genutzt.
Verhaltensregeln:
Die Regierungsreform Singapurs wird oft als Erziehungsdemokratie bezeichnet.
Die Regierung versucht das öffentliche Leben in streng geordneten
Bahnen zu lenken. Die Ahndung von auf den ersten Blick geringfügig
anmutenden Vergehen mit hohen Bußgeldern hat dazu beigetragen,
dass Singapur den Ruf der saubersten Stadt Asiens, wenn nicht sogar
der Welt genießt.